Mut zum Impfen (Teil 2)

Liebe Dhammafamilie,

liebe Mitmenschen,


gestern haben Religionsvertreter zur Impfung aufgerufen: https://www.tagesschau.de/.../liveblog-coronavirus...


Heute wurde ich unabhängig von diesem Aufruf als Privatperson bzw. Patientin von einem öffentlich-rechtlichen Sender zum Thema interviewt und es war mir ein Herzensanliegen, Mut zur Impfung zu machen.

Als Praktizierende der Lehre des Buddha, üben wir uns in Mitgefühl und Wohlwollen für alle Wesen. Diese Pandemie fordert uns als Buddhisten auf, unser Wohlwollen und unser Mitgefühl auch wirklich zu leben. Wie sieht es mit unserem Mitgefühl aus, wenn wir an die Ärzte (m/w/d) und an die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, in den Krankenhäusern denken, die völlig entkräftet sind und einfach nicht mehr können?

Wie sieht es mit unserem Mitgefühl im Bezug auf die Menschen aus, die dringend eine OP benötigen, einen Unfall hatten usw. und die aufgrund der Überlastung in den Krankenhäusern nicht so schnell versorgt werden können, wie es eigentlich nötig wäre?


Es ist sehr einfach, das Mantra "Mögen alle Wesen frei sein von Leid" als bloßes Lippenbekenntnis zu sprechen. Hier können wir unter Beweis stellen, dass Wohlwollen und Mitgefühl nicht nur ein schön klingendes Lippenbekenntnis ist, sondern dass es uns auch ernst ist, dies zu praktizieren.


Ich möchte erneut auf die Worte des Buddha aufmerksam machen:


"Auf sich selber achtend, ihr Mönche, achtet man auf die anderen. Auf die anderen achtend, achtet man auf sich selber." - Samyutta Nikaya 47.19, Quelle: http://www.palikanon.com/samyutta/sam47.html#s47_19

Hier findet Ihr den Link zur Aufzeichnung -> https://www.br.de/.../nach-impf-trauma-nuernbergerin...


Eure Claudia